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Lohnt sich der Aufwand?

Es hat etwas von Glückspiel, wenn wir traditionell zum Silversterfotografieren in den Anklamer Stadtbruch aufbrechen. Wie wird das Wetter? Sind Singschwäne da? Lohnt sich der Aufwand? Diesmal waren Singschwäne und Gänse da, ein kooperativer Bussard, der Rosenhagener Polder ist wieder voll Wasser und zumindest regnete es nicht. Ansonsten hüllte sich der Bruch größtenteils in schmucke Grautöne und wir sind auf dem Bahndamm am fühen Morgen erstmals einem Jogger begegnet. Krass! Ach ja, lohnt sich der Aufwand? JA!!!

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Warten auf Winter

Wenn die Kraniche Ende Oktober unsere Breiten verlassen haben, beginnt das Warten auf den Schnee. Die Tage sind kurz, das Licht fehlt und der Himmel wird meist von grauen Wolken verhüllt. Einziger Hoffnungsschimmer am Horizont bleibt der hoffentlich kommende Winter mit Schnee und Eis. Ich möchte das es damit jetzt endlich losgeht. Winter komm raus!

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Donaudelta & Dobrudscha / Juni 2015

Donaudelta & Dobrudscha

Angang Juni 2015 war ich für 8 Tage im Donaudelta. Nach unserer Ankunft in Bukarest wurden wir nach Tulcea gebracht. Während der Fahrt fuhren wir erst mal ca. 3h vorbei an riesigen Feldern auf denen sich die Monokulturen Getreide, Mais, Raps und Sonnenblumen abwechseln. Wem die Flächen gehören, zeigen hier und da Schilder u.a. mit den Aufschriften BASF und Bayer. Schöne neue Welt! Abwechslungsreicher wurde es dann allmählich, je näher wir dem Delta kamen. Als dann noch wie zur Begrüßung ein Wiedehopf neben dem Auto flog, konnte man fast an heile Welt denken … bis die Felder wieder begannen.

Am 2. und 3. Tag der Reise hieß es dann ab in die Dobrudscha. Dieses mehr als 20.000 km² große Gebiet gliedert sich in zwei Teile. Die Norddobrudscha, welche südlich des Donaudeltas liegt und zu den rumänischen Verwaltungsbezirken Constanţa und Tulcea gehört und die bulgarische Süddobrudscha. In der Nähe von Tulcea finden sich Grassteppen und viele Lösswände, also beste Voraussetzungen Blauracke, Bienenfresser und Ziesel anzutreffen. Und so war es dann auch.

 

Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in der Natur alles zusammenhängt.  Nimmt man z.B. Ziesel. Diese brauchen kurzes Gras, logisch bei 20 cm Gardemaß sieht man bei hohen Pflanzen nicht viel und verschwindet wahrscheinlich schnell im Magen von anderen Tieren. Hier kommen dann Schafe und Ziegen ins Spiel, denn die fressen Gras und halten es somit kurz. Gut für die Ziesel. Und von Ziesel profitiert wiederum der Isabellsteinschmätzer. Ein kleiner Vogel, welcher besonders gern in Zieselhöhlen brütet. Und das Schöne war, dass Ziesel und Isabellsteinschmätzer vor unserem Ansitz rumwuselten. Wenn dies jedoch eine Meute halbwilder Hunde macht, ist das nicht so lustig. Doch die Köter blieben lobenswerter Weise auf Abstand und zogen weiter.

Weissbart-Seeschwalben und Schwarzhalstaucher

An einem Tag stand der Besuch einer Weissbart-Seeschwalbenkolonie sowie eine kurze Stippvisite bei den Schwarzhalstauchern an. Es gibt Augenblicke, da wünscht man sich ein 500er… Beide Kolonien befanden sich auf dem Fortuna See mitten im Delta.

 

Massenschlupf der größten Eintagsfliege Europas

Wenn der richtige Wasserstand, die richtige Wassertrübung und die richtige Temperatur in den Monaten Mai / Juni aufeinander treffen, besteht die Möglichkeit, dass sich im Donaudelta der Massenschlupf der größten Eintagsfliege Europas, Palingenia longicauda, beobachten lässt. Wie auf Kommando verlassen gegen Abend Milliarden Larven das Wasser und hängen sich an alles, was ihnen in die Quere kommt – Boote, Äste, Blätter. Dann schlüpfen sie, zelebrieren ihren Hochzeitspflug, zeugen die nächste Generation Eintagsfliegen und landen zu guter Letzt tot in der Strömung der Donau. Dies passiert alles relativ schnell, so dass möglichst viele Eintagsfliegen Nachkommen zeugen können. Ich hatte den Eindruck, dass die Vögel erst am 3. und letzten Tag dieses Phänomens mitbekamen, dass die Luft voller fetter Insekten ist. Wer eine Insektenphobie sein eigen nennt, ist in solchen Momenten nicht am richtigen Platz, aber da ich keine habe, konnte ich staunen und ein wenig fotografieren.

 

 In den Sümpfen der Reiher

1979 erschien in der DDR das Foto-Buch “Im Donaudelta” von Klaus-Jürgen Hofer. Früher nicht zu haben, ist es heute für 1€ im Internet ersteigerbar. In diesem Buch gibt es ein Kapitel mit dem Namen “In den Sümpfen der Reiher” und da dieses Buch auch heute noch informativer ist als die meisten Reiseberichte im Netz zum Thema Donaudelta, habe ich mir den Titel dieses Kapitels daraus entliehen.

 

Das Donaudelta besteht zu 87% aus Sumpfland und bildet das weitreichendste Feuchtgebiet Europas. Mit etwa 1800 km² findet man hier auch das größte zusammenhängende Schilfgebiet. Kein Wunder, dass hier über 300 Vogelarten nachgewiesen werden konnten. Neben den Pelikanen sind es die allgegenwärtigen Reihervögel, welche charakteristisch für das Donaudelta sind. Rallenreiher erwiesen sich im Delta als die kooperativste Reiherart. Schwieriger war es da schon Nachtreiher, Seidenreiher, Dommeln  und Grau- bzw. Purpurreiher abzulichten. Vor Ort sind alle Arten, nur eben meist wesentlich unkooperativer als Rallenreiher.

Pelikane

 

Der Pelikan ist das allgegenwärtige Wappentier des Donaudeltas. Mich erinnern diese riesigen Vögel immer ein bisschen an Flugsaurier, besonders wenn sie am Himmel kreisen bzw. als Trupps in typischen Wellenbewegungen das Delta überfliegen. Wir bekamen fast täglich Rosapelikane zu Gesicht. Im Gegensatz dazu kreuzten die selteneren Krauskopfpelikane nur einmal unseren Weg. Im Allgemeinen verhalten sich die Rosapelikane Fotografen gegenüber sehr kooperativ, so dass man auch Zeit hat beim Fotografieren etwas herum zu experimentieren.

Rückblickend läßt sich einschätzen, die Zeit war zu kurz, man müßte nochmal hin…

Mein Lieblingsbild der ganzen Reise:

Lutz Seifert "Displayverrückte Naturfotografen"
Lutz Seifert „Displayverrückte Naturfotografen“
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Nebel überm See

Kein Schatten oder Licht – Novembermorgen am Tollensesee!

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Von Fischen und Fischern

Im Spreewald gibt es nicht nur Spreewaldgurken, sondern auch viele Fischteiche. Das Ablassen und anschliessende Abfischen dieser Teiche lockt zahlreiche Fischjäger an, die versuchen die Gunst der Stunde zu nutzen. Zwischen den Fronten von geflügelten Fischern und Fischen konnten wir das Treiben beobachten.

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Nebelmorgen

Der See liegt still. Nur ein Adler und ich sind am Wasser. Mit der Sonne wallt der Nebel heran. Geräusche werden verschluckt, alles ist in Schweigen gehüllt, bis das Licht den Raum flutet.

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Novembermorgen

Bevor der November in seiner ganzen düsteren, nassen und lichtlosen Pracht zuschlägt, präsentiert er sich noch einmal von seiner netten Seite. Dort wo sich vor wenigen Wochen noch zehntausende Kraniche versammelten, sind nun die ersten Singschwäne aus dem Norden eingetroffen. Ein sicheres Zeichen, dass der Winter so langsam in unsere Gefilde einzieht. Während die Rufe der Kraniche den Herbst so lange wie möglich im Land zu hielten schienen, trompeten nun die Singschwäne die kalte Jahreszeit herbei.

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Kraniche

Bei der Schlafplatzzählung im Oktober wurden an diesem Gewässer 45.000 Kraniche gezählt. Ein Rekord! Es war wieder ein sehr beeindruckendes Schauspiel den Vögel beim Start in den Tag zuzusehen und zuzuhören. Einfach gewaltig.

Auch ein Ereignis, was man nicht alle Tage sieht, war als die Kraniche einen Jungadler gemeinsam vertrieben. Langsam und aber höchst aufgeregt, nährten sie sich dem Greif, der dann ganz unköniglich das Weite suchte.

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Nebel am Tollensesee

Es wird Herbst. Bei Sonnenaufgang Temperaturen kurz über Null, die Sonne geht nach 07:30 Uhr auf und Nebel! Sehr schön! So kann es bleiben – wenigstens ein bißchen…

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Mit dem Kanu im Havelquellgebiet

Früh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, präsentiert sich das Havelquellgebiet von seiner schönesten Seite. Die Seen liegen ruhig, die Nebel wabern vor sich hin und die Natur erwacht. Es gibt wenig besseres um seinen Tag zu beginnen. Es ist wie Urlaub!