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Vollmondmorgen

Am Vollmondmorgen im April fielen die Temperaturen auf -4,5°C. Selten habe ich meine Handschuhe so vermisst, wie an diesem Morgen. Aber die Atmosphäre am Wasser entschädigte für alles.

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Nur Gesträuch und Schilf

Zu Jahreswechsel ging es wie immer in den Bruch. Auch wenn auf den Fotos diesmal kein Tier zu sehen ist, waren diese natürlich da. Es scheint, als gestalten Wildschweine und Schilf die Wege im Bruch langsam, aber beharrlich um. Back to the nature…

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Schwimmen in Gold

Es gibt Augenblicke, die sind so schemenhaft, dass man im Nachhinein ihre Existenz bezweifeln könnte. Zwei Minuten lang zeigten sich Windhauch, Nebel, Sonnenlicht und Vögel unglaublich kooperativ. Der goldene Herbst ist da!

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Bei den Kormoranen / Anklamer Stadtbruch

Vor einigen Jahren noch gab es im Anklamer Stadtbruch eine riesige Kormorankolonie. Doch mit der Zeit stürzten die alten ertrunkenen Baumgerippe um und somit verschwanden allmählich die Nestbaüme. Heute ist von der ehemaligen Kolonie fast nichts mehr zu sehen, die Kormorane jedoch besuchen weiterhin den Bruch.

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Biebrza Teil IV / Elche und Raben

Wurden wir im Frühling 2017 nicht fündig, fällt es im „Winter“ deutlich leichter Wisente zu Gesicht zu bekommen. Sie schließen sich in den kalten Monaten zu großen Herden zusammen und ziehen auf die offenen Flächen – raus aus dem Wald. Zwar keine Otter, aber immerhin Tiere mit Fell…

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Biebrza 2020 / Teil II – Elche

Der Plan war es eigentlich im Biebrza Nationalpark Fischotter on ice zu fotografieren. Normalerweise gelingt dies dort im Winter sehr gut. Schnee und Eis konzentrieren die Tiere auf wenige eisfreie Stellen von Biebrza und Narew und Fotografen haben leichtes Spiel. Naja, Otter und leichtes Spiel ist schon mal ein Widerspruch in sich und dann war da noch das Wetter…

Kaum aus Polen zurück, vermeldeten die Nachrichten, dass der Januar 2020 der wärmste Januar seit Wetteraufzeichnung war. Im Biebrza Nationalpark waren um die 5° C und zumeist graues Schmuddelwetter. Kein Eis, kein Schnee! Schlimmer noch war, dass auch das Wasser fehlte. Im Frühjahr 2017 waren die Wiesen und Auwälder entlang der Biebrza letzmalig großflächig überschwemmt. Diesmal war alles grün und der Fluß schlengelte sich weit unter Normal-Januar-Pegel durch die Landschaft. Der meist brauchteste Satz unserer polnischen Begleiter war dementsprechend „W przeciwnym razie jest co najmniej 1 metr więcej wody. Katastrofa!“ / „Hier ist sonst mindestens 1 Meter mehr Wasser. Katastrophe!“ – bereichert von landestypischen Flüchen, über die ich hier mal den Mantel des Schweigens hülle. Ich möchte mir garnicht ausmalen, was weitere Jahre ohne Frühjahrshochwasser für dieses Gebiet, welches zu einem der größten Sumpfgebiete Europas gehört, bedeuten könnten. Ehe ich in diesem Teil über die geplante Schnellstraße, den um sich greifenden Holzeinschlag und andere Ärgernisse noch ganz ins Schwarzmalen verfalle, wende ich mich schöneren Dingen zu – den Elchen.

Wenn ich diese Tiere sehe, fällt mir als erstes Caesars Beschreibung der Tiere in seiner Abhandlung „de bello gallico“ ein: „Daneben gibt es Tiere, die Elche genannt werden. Sie sehen ähnlich aus wie Ziegen und haben auch ein buntes Fell. Sie sind jedoch etwas größer als Ziegen, haben stumpfe Hörner und Beine ohne Gelenkknöchel. Sie legen sich zur Ruhe nicht nieder und können nicht wieder auf die Beine kommen oder sich wenigstens vom Boden erheben, wenn sie zufällig zu Fall kommen und stürzen. Sie benutzen daher Bäume als Ruhestätten; daran lehnen sie sich und können so, etwas zur Seite geneigt, ausruhen. Wenn Jäger aus ihren Spuren herausfinden, wohin sie sich gewöhnlich zur Ruhe zurückziehen, untergraben sie von den Wurzeln her alle Bäume an dieser Stelle oder schneiden sie nur so weit an, daß der Eindruck erhalten bleibt, als stünden die Bäume fest. Wenn sich die Tiere nach ihrer Gewohnheit daran lehnen, bringen sie mit ihrem Gewicht die ihres Halts beraubten Bäume zu Fall und stürzen zusammen mit ihnen um.“ Gesehen hat er Elche wohl nie mit eigenen Augen. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes bewegen sich Elche scheinbar leichtfüßig und geräuschlos durch den Wald, dass es eine Freude ist ihnen zuzusehen.

Das Eröffnungsbild zeigt eine Elchkuh mit GPS-Sender. Sie gehört zu insgesamt 70 Elchen (35 männliche + 35 weibliche), welche seit 2002 unter Aufsicht der Universität Warschau im Biebrza Nationalpark und an der weißrussischen Grenze besendert wurden. Bei der Auswertung der empfangenen Daten, stellte man unter anderem fest, wo Elche besonders häufig Straßen passieren und stattete diese Wechsel mit blauen Reflektoren, sogenannten Wolfsaugen aus, um die Zahl der Verkehrsopfer zu reduzieren. Man beobachtete weiterhin, wie viele Elche Wilderen zum Opfer fielen und wie viele im Durchschnitt in schneereichen Wintern verenden – immerhin 30%. Interessant war auch, daß die Meßungen ergaben das Elchkühe nicht kontinuierlich jedes Jahr Kälber gebären, sondern auch mal pausieren. Bestätigt wurde außerdem, dass die Biebrza-Elche standorttreu sind und sich vorrangig im Sumpfgebiet aufhalten. Dort überlebte die Population sogar den 2. Weltkrieg. Da die Sender eigentlich nach 10 Jahren abfallen sollten, ist dies entweder einer der letzten besenderten Elche oder die Sollbruchstelle des Sendehalsbands funktioniert nicht.

Abschließend läßt sich sagen, ohne kooperative Elche wäre die fotografische Ausbeute der Reise ziemlich dürftig geworden. Elche haben was gut bei mir.