Galerie

Briefe aus der Provinz „Eine Perlenspur aus Luftblasen“ / 04/2019

Seit 2018 schreibe ich für das Magazin Forum Naturfotografie der Gesellschaft für Naturfotografie, kurz GDT eine Kolumne mit dem Titel Briefe aus der Provinz. Versetzt mit einer Zeitspanne von 1 Jahr veröffentliche ich hier nacheinander die „alten“ Briefe. Meist geht es um Bücher, aber eben nicht immer. Falls Euch ein beschriebenes Buch interessiert und Ihr es erwerben wollt, bestellt es bei Eurem lokalen Buchhändler. Dieser liefert es Euch sicherlich, genauso schnell und zumeist versandkostenfrei wie die „Riesen“.

Das Forum Naturfotografie gibt es für Mitglieder der GDT kostenlos, alle anderen können die Zeitschrift direkt beim Tecklenburg Verlag erwerben.

Hat jemand schon einmal versucht, freilebende Fischotter zu fotografieren? Mir kam diese glorreiche Idee im Herbst 2017. Warum? Was weiß ich, du wachst aus dem Mittagsschläfchen auf und peng manifestiert sich der Gedanke: Fotografiere ich im nächsten Jahr doch mal Fischotter. Wahrscheinlich habe ich aber als Kind nur zu oft den Film Tarka der Otter gesehen. Jener Film basiert auf einer 1927 erschienenen Novelle von Henry Williamson und trägt den Untertitel Sein lustiges Leben im Wasser und sein Tod im Lande der Zwei Flüsse. Williamson beschreibt das Leben des Otterrüden Tarka in der Landschaft von North Devon, England. Er selbst
verfasst im Nachwort, „Nur die Landschaft von Devon war wichtig: mit ihren Flüssen, Bäumen, Tieren und Menschen sollte sie in meinem Buch ein wirklichkeitsgetreues Abbild finden.“. Er nimmt den Leser mit in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als Otter noch mit Jagdgesellschaften und großen Hundemeuten gejagt
wurden. Es gelingt ihm, mit großer Liebe zum Detail und grandios schönen Naturschilderungen dem Otter und der Landschaft ein literarisches Denkmal zu setzen. Noch heute kann man einem Tarka-Trail folgen und das Land der zwei Flüsse erkunden.

Quasi mit Tarka als Patron, vereinzelten Otterbegegnungen und einer Menge Nichtwissen war ich frohen Mutes und voller Tatendrang in Bezug auf mein Vorhaben. Das Projekt „Fischotter 2018“ hörte sich erstmal, wie ich fand, ziemlich cool an. Jedoch fragte ich mich im Laufe des Jahres immer ernsthafter, was für eine Schnapsidee ich da hatte? Die Wassermarder sind alles, nur nicht wirklich kooperativ.
Das Resultat der ersten zwölf Monate: Ich lernte anhand ihrer Spuren, wo es Otter gab und wo sie entlangstreiften. Ich lief in meiner freien Zeit Gräben ab, fand Otterwechsel, freute mich über jeden Haufen Otterscheiße und verbrachte Stunden in unbequemen Verstecken. Aber zu Gesicht bekam ich maximal Biber, Waschbären oder Bisamratten. Otter sah ich extrem selten, geschweige denn gelang es mir, Fotos zu machen.
Ich habe aber auch festgestellt, dass man bei Minusgraden nach spätestens drei Stunden im Tarnversteck kalte Füße bekommt, egal wie viele Socken man anhat, und dass frische Otterspuren kein Garant für Otterbilder sind. Es ist eher so wie Robert Macfarlane in seinem bei Naturkunden erschienenen Buch Die verlorenen Wörter im Gedicht Otter schreibt:
Tauchend wandelt er Gestalt, schier
atemberaubend – doch siehst du nur ein
Schattenflackern, einen Strudelstrang
und niemals (beinahe niemals) wirklich Otter
.“
Wie treffend! Bis auf wenige Sichtungen, die mir zeigten, dass ich mich nicht im otterfreien Raum bewegte: nichts. Da waren beispielsweise im Frühjahr ausgelutschte blaue Moorfroschhäute am Gewässerrand schwimmend oder im Winter deutliche Trittsiegel auf schneebedecktem Eis. Nur kein wahrhaftiger Otter! War ich da, waren die Objekte meiner Begierde schon weg. Einmal begegnete ich in einem Otterrevier einem wildfremden Wanderer, der mir prompt und voller Freude erzählte, er habe „vor 20 Minuten da hinten irgendwo“ drei Otter über das Eis laufen und im Schnee tobend gesehen. Ob ich mir vorstellen könne, wie schön das gewesen sei? Unfähig zu sprechen, konnte ich nur noch schluchzen, nicken und mich von dannen trollen.
Bekam ich jedoch mal einen Wassermarder zu Gesicht, wurde ich sofort in seinen Bann gezogen. Es gibt wohl wenig Faszinierenderes als einen Otter im Wasser. Zum Jahresende fand ich in Jan Wagners Gedichtsammlung Regentonnenvariationen die perfekte Beschreibung eines Otters, die mich ins neue Jahr
trug.
… ist im wasser
beweglicher als wasser, steigt als welle
an irgendeinem ufer an land
,“
Im Januar dieses Jahres hatten wir ein paar Tage Schnee, und ich machte mich auf die Jagd nach einem Bild vom Otter inmitten weißer Pracht. Da die Winter in Mecklenburg-Vorpommern heutzutage meist nur episodischen Charakter haben, blieb wenig Zeit sich für ein Wo und Wann zu entscheiden. Also alles auf eine Karte gesetzt, bevor sich der Schnee in Matsch verwandelt. Doch ich bin irgendwie immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Mehr als Spuren im Schnee bekam ich nicht zu Gesicht. Im April dann ein Showdown im
Anklamer Stadtbruch: Ich stehe auf dem alten ahndamm, ein Otter passiert diesen, er schaut mich an, ich starre ihn an, wir beide sind für den Bruchteil einer Sekunde wie versteinert, und ehe ich die Kamera auf ihn gerichtet habe, ist er auch schon wieder im Wasser. So kann es nicht weitergehen! Etwa zum Zeitpunkt der oben beschriebenen Begegnung bekomme ich das 2018 erschienene Buch Der Fischotter. Ein heimlicher Jäger kehrt zurück aus dem Haupt-Verlag in die Hände. Auf 256 Seiten präsentieren die Autoren Irene Weinberger und Hansjakob Baumgartner den aktuellen Erkenntnisstand zum Thema Fischotter. Herkunft, Verwandtschaft, Sozial- und Revierverhalten, Futtersuche, Markierungen, Aufzucht, Lebensräume,
Ausbreitung sowie das Verhältnis Otter-Mensch bzw. Otter-Teichwirt – es gibt kaum ein Thema, welches die Autoren nicht behandeln und mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen untermauern. Illustriert ist das Buch mit unzähligen schönen Fotos, u.a. von Laurie Campbell, der 2017 einen Ottervortrag in Lünen hielt. Ich lese, staune und lerne. So zum Beispiel, dass junge Otter einen starken Auftrieb im Wasser haben und sie daher scheinbar deutlich höher liegen als Alttiere. Ich lese aber auch „Fischotter leben überaus heimlich und
sind … tagsüber unsichtbar
.“ (S. 96). Egal, je mehr ich über diese Tiere erfahre, desto begeisterter bin ich. Das Ziel heißt weiterhin, Otter zu beobachten und möglicherweise zu fotografieren.

Ausgerüstet mit neuem Wissen und den Erfahrungen der vergangenen Jahre, beginne ich erstmals, meine Taktik zu ändern und konzentriere mich auf einige wenige Gebiete. Im oben beschriebenen Buch fand ich folgende Sätze „Tiere bewegen sich nicht zufällig durch die Landschaft. In der Regel hat jedes ein bestimmtes Streifgebiet.“ (S.102). Ich kenne Otterreviere und weiß, wo die Tiere gelegentlich umherstreifen. Mathematisch gesehen, müsste sich die Wahrscheinlichkeit einer Otterbegegnung erhöhen, wenn ich nicht ziellos umherirre, sondern immer brav denselben Ort aufsuche. Irgendwann kommt er – vielleicht.
Und die Taktik ging auf! In einem Gebiet unweit unseres Dorfes klappte es schließlich. Durch die räumliche Nähe bot sich mir die Möglichkeit, dort überdurchschnittlich oft in den Morgenstunden unterwegs zu sein. Mein Fokus lag anfangs nicht unbedingt auf den Ottern, aber ich wusste, dass sie im Revier sind und mathematisch gesehen …
Im Frühjahr hatten sich auf einer Wasserfläche zwei kleine Lachmöwenkolonien gebildet. Eines Morgens im Mai herrschte in einer der Kolonien große Aufregung. Ein Reiher schien zu testen, wie tolerant sich die Lachmöwen ihm gegenüber verhielten, wohl auch im Hinblick auf die zu erwartenden Möwenküken, die er nicht verschmäht. Da Toleranz zumeist ein den Möwen wesensfremder Zug ist, war das Spektakel entsprechend groß. Als einige Tage später die Möwen wieder in heller Aufruhr waren, war es kein Graureiher, der sich der Kolonie näherte, sondern ein Otterrüde. Er schwamm auf die Nester zu, wurde aber unter viel Getöse, Krawall und der bekannten Null-Toleranz-Mentalität erfolgreich von den Möwen vertrieben und suchte sein Heil in der Flucht.
An derselben Stelle Anfang August traute ich meinen Augen nicht, als ich kurz nach Sonnenaufgang eine Fähe mit ihren zwei fast ausgewachsenen Jungen fotografieren konnte und nur Minuten später ein kapitaler Rüde
angeschwommen kam. Vier Otter innerhalb von 20 Minuten – unfassbar.
Von Anfang August bis Ende September konnte man nun fast täglich Otter beobachten. Insgesamt hielten sich in einem Revier mit einer Wasserfläche von ca. sechs Hektar bis zu sechs verschiedene Otter auf. Neben den oben beschriebenen Tieren noch eine weitere Fähe mit ihrem Jungtier. Dieses hatte, wie in Der Fischotter
beschrieben, solch einen Auftrieb, dass es manchmal an einen Korken im Wasser erinnerte.
Ab Ende September wurden die Beobachtungen dann deutlich weniger und erreichten quasi Normalzustand“, und jetzt im November sieht man mit viel Glück einen Otter, welcher dezent in der
Dämmerung, eingehüllt von grauem Nebel, wie ein Schatten durchs Wasser gleitet.
Das Fazit der Geschichte: Je mehr man über sein Fotomotiv weiß, desto mehr erhöht sich die Chance, es vor die Linse zu bekommen. Dies ist sicherlich richtig. Ich glaube aber, es war einfach nur verdammtes Glück, und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Galerie

Fischfang bei den Ottern

Mal sieht man die Tiere monatelang nicht und dann kreuzen sich unsere Wege wiederholt. Diesmal konnte ich die Fähe mit den Jungetieren beim Fischfang beobachten. Obwohl, es ging bei den Jungtieren weniger um selbständiges Jagen, als vielmehr um das Abjagen der gefangen Fische bei der Mutter. Das größte Problem war dann, wie wird so ein schuppiger Brocken richtig runtergeschluckt. Quer? Mit dem Schwanz voran? Naja, irgendwann hat es dann geklappt. Jeder muss lernen!

Galerie

6ha / Nachwuchs bei den Ottern

Im letzen Jahr führte die Otterfähe zwei Junge und lange war bis auf vereinzelte Ottersichtungen nichts von den Wassermardern zu sehen. Doch auch in diesem Jahr tummeln sich 2 quietschvergnügte Otterjunge im Revier. Am frühen Morgen und in den letzten Nebelfetzen liefen bzw. schwammen sie mir vor die Linse. Manchmal ist es unglaublich. Hat man nicht alle Tage!

Galerie

Homesharing / Otter als Nesträuber

Homesharing bedeutet wörtlich übersetzt das „Teilen eines Zuhauses“. In unserem Fall war es ein Otterrüde (manchmal auch in Begleitung seiner Dame), welcher bevorzugt Schwanennester als seinen Ruheort auserkor. Man kann sich dies so vorstellen. Wir haben ein Schwanennest mit Eiern, Otter kommt, verscheucht die Schwäne, schiebt die Eier zur Seite und legt sich ins gemachte Nest. Hatte der Otter dann genug und zog von dannen, kamen die Schwäne wieder und besserten erstmal das Nest aus. Es kam aber auch vor, dass sich Graugänse oder Graureiher zu einem kurzen Probesitzen auf dem Nest niederließen. Die Schwäne zeigten hingegen eine schon dümmliche Ruhe, schwammen herum, warteten auf Freigabe ihrer Schilfburg, besserten aus und ließen dem Otter den Vortritt, wenn es diesem nach einem trockenen sonnenbeschienen Plätzen gelüstete. Dieses Spiel ging einige Tage und dann begriffen es auch endlich die Schwäne, dass sie mit dieser Methode, wohl 2020 kinderlos bleiben würden. Sie bauten daraufhin ein neues Nest, legten nochmal Eier und brüten jetzt ungestört vor sich hin. Der Otter hat ebenfalls sein Schwanendomizil aufgegeben. Ist ja auch niemand mehr da, der das Nest herrichtet, wenn er außer Haus ist.

Mehr vom Fischotter HIER!

Galerie

Trendsport: Otterbeobachtung

Habe ich noch im letzten Rückblick erzählt wie schwer es ist Otter zu beobachten, bin ich quasi jetzt im Beobachtungsparadies. Anfang August traute ich meinen Augen nicht, als ich am frühen Morgen eine Fähe mit ihren zwei fast ausgewachsenen Jungen fotografieren konnte und nur Minuten später ein kapitaler Rüde angeschommen kam. 4 Otter innerhalb von 20 min unfassbar.

462A4312_klein
Frank Brehe „Fähe + zwei“

Von Anfang August bis Ende September konnte man von nun an täglich gegen Abend Otter beobachten. Insgesamt hielten sich auf einer Wasserfläche von ca. 6ha, sage und schreibe 6 Otter auf. Neben den oben beschriebenen Tieren, war noch eine Fähe mit einem Jungtier anwesend. Ich weiß, hört sich alles mehr als realistisch an, aber wir haben Film- und Fotoaufnahmen zusammen mit dem Arbeitskreis Fischotterschutz Neubrandenburg ausgewertet, weil wir es erst selbst nicht glauben konnten.

Es gibt am Areal einen schönen Aussichtspunkt, von welchen die Otter gut beobachtet werden konnen. Viele Leute nutzen die Chance freilebende Otter zu beobachten.

Ende September wurden die Beobachtungen deutlich weniger und erreichen wieder „Normalzustand“. Jetzt im November zeigen sich die Wassermarder dezent in der Dämmerung umgeben von grauen Nebel.

9Z8A2894-1_klein
Frank Brehe „Im nebligen Dämmerlicht“
Galerie

Fischotter / Ein Jahr ging ins Land…

Ein Jahr ging ins Land, seit ich das letzte Mal im August 2018 über mein Fischotterprojekt berichtet habe. Was ist seitdem geschehen?

2018 passierte fototechnisch in punkto Otter eigentlich nichts mehr. Ein zwei Sichtungen, die mir zeigen, dass die Tiere meinen Weg kreuzten, sonst nichts. Ich finde zum Jahresende in Jan Wagners Gedichtssammlung „Regentonnenvariationen“ die perfekte Beschreibung eines Otter, die mich ins neue Jahr trägt.

„… ist im wasser beweglicher als wasser, steigt als welle an irgendeinem ufer an land, …“  Jan Wagner, Otter, in Regentonnenvariationen

Neues Jahr, neues Glück! Wir haben im Januar ein paar Tage Schnee und ich mache mich auf die Jagd nach einem Bild vom Otter auf weißer Pracht. Die Zeit ist kurz bevor sich der Schnee in Matsch verwandelt, doch ich bin irgendwie immer am falschen Ort. Mehr als Spuren im Schnee bekomme ich nicht zu Gesicht. Im April dann ein Showdown im Anklamer Stadtbruch. Ich stehe auf dem Damm, ein Otter passiert diesen, sieht mich, wir beide bleiben wie versteinert stehen und ehe ich die Kamera auf ihn gerichtet hab, ist er auch schon wieder im Wasser.

Ich beginne erstmals meine Taktik zu ändern und konzentriere mich auf einige wenige Gebiete. In einem dieser Reviere geht ein Otter in eine Fotofalle. Im laufe des Jahres stelle ich fest, dass er sich in einem alten Biberbau eingenistet hat. Dieser Abschnitt eines langen, schmalen Sees riecht besonders jetzt im Sommer stark nach Fisch und ich finde immer wieder angenagte Fische und mit Fischschuppen versetzte Losung. Von den Ottern selbst bekam ich bis heute nur eine Perlenspur aus Luftblasen zu sehen.

Doch wie schreibt Robert Macfarlane in seinem bei Naturkunden erschienen Buch „Die verlorenen Wörter“

„Tauchend wandelt er Gestalt, schier

atemberaubend – doch siehst du nur ein

Schattenflackern, einen Strudelstrang

und niemals (beinahe niemals) wirklich Otter.“

In einem anderen Revier haben sich im Frühjahr zwei Lachmöwenkolonienen gebildet. Da es nicht weit von meinem zuhause liegt, bin ich dort überdurchschnittlich oft in den Morgenstunden unterwegs. Der Fokus liegt nicht unbedingt auf dem Otter, aber es gibt sie dort gelegendlich zu sehen. An einem Morgen im Mai ist in der einen Kolonie große Aufregung. Ein Reiher scheint zu testen, wie tolerant sich die Lachmöwen ihm gegenüber verhalten, wohl auch im Hinblick auf die zu erwartenden Jungmöwen, die er nicht verschmäht. Im morgendlichen Nebel bietet sich mir ein tolles Schauspiel. Als einige Tage später die Möwen wieder in heller Aufruhr sind, ist es kein Graureiher, der sich der Kolonie nährt, sondern ein Otter. Er schwimmt auf die Nester zu, wird aber unter viel Getöse und Krawall erfolgreich von den Möwen vertrieben und sucht das Weite.

Die letzte Sichtung ist dann im April vom Aussichtsturm im Anklamer Stadtbruch aus. Es ist fast wie vor einem Jahr und kurz denke ich, in einer Zeitschleife gefangen zu sein. Das Wasser ist wieder gefallen, ein Wildschwein schwimmt durch den Polder, der Waschbär schaut vorbei und ein Otter fängt unterhalb des Turmes sein Fischfrühstück.

Der Rest vom Projekt befindet sich HIER.

Galerie

Morgenerwachen

Zwar geht die Sonne jetzt erst gegen 05:30 Uhr auf, aber es ist trotzdem immer eine Herausforderung sich aus dem Bett zu erheben. Wenn ich jedoch draußen bin, bereue ich es selten. Am Morgen ist für mich einfach die beste Zeit zum fotografieren.

Die letzten drei morgendlichen Ausflüge haben mir wieder einmal bewiesen, dass man einfach dranbleiben muss. Motiv kommt von Motivation, wie Herr D. immer sagt.

Galerie

Fischotter / Februar 2018

So langsam frage ich mich ernstlich, was für ein Fotoobjekt ich mir da ausgesucht habe? Fischotter 2018 hörte sich ja erstmal ziemlich cool an, aber kooperativ sind die Wassermarder nicht gerade. Ich kenne jetzt viele Stellen und Gewässer in meiner Gegend, wo sie zu finden sind. Ich laufe in meiner freien Zeit Gräben ab und fotografiere Wechsel und viel Otterscheiße. Aber zu Gesicht bekommen habe ich lange keinen. Ich habe aber wieder einmal festgestellt, dass man bei Minusgraden nach spätenstens 2h im Tarnversteck kalte Füsse bekommt, egal wie viele Socken man anhat und das frische Otterspuren, kein Garant für Otterbilder sind. Aber was solls, so langsam bekomme ich ein Bild von den Otteraktivitäten in meinem Umkreis und das ja auch etwas.

Als wir im Februar in Schottland, genauer gesagt in Aberdeen waren, standen Otter naürlich ebenfalls auf meiner Liste. Obwohl regelmäßig am River Don unweit der Uni Otter gesichtet und fotografiert werden, war es mir nicht vergönnt, diese zu sehen. Nur in der Zoologischen Sammlung der Aberdeener Uni wurde ich fündig. Was soll’s ich bleibt dran. Das Jahr hat ja noch ein paar Tage…

Galerie

Fischotter I November 2017

Im Anklamer Stadtbruch gelang es mir dieses Otterweibchen zu  beobachten. Die Fähe sammelte Material um ihr Nest auszupolstern. Da sie große Pflanzenstengeln zusammentrug, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie erst mit dem Nestbau begonnen hat. Zuerst verbaut sie etwas gröberes Material und zum Schluss feineres Gras.

Galerie

Fischotter

Wahrscheinlich habe ich als Kind die Filme „Mein Freund der Otter“ und „Tarka der Otter“ zu oft gesehen, um vom Fischotter loszukommen. Ersterer Film basiert auf der autobiografischen Erzählung „Ring of Bright Water“ des Schotten Gavin Maxwell, zweiterer verfilmt eine 1927 erschienene Novelle von Henry Williamson. Und als ich in diesem Jahr in Lünen Laurie Campbells Vortrag über Fischotter  hörte, stand es fest – 2018 wird das Thema Fischotter zielstrebig angegangen.

In den letzten Jahren hatte ich immer mal wieder und meist mehr oder weniger zufällig Begegnungen mit Fischottern. Neben der obligatorischen Meldung beim Arbeitskreis Fischotterschutz Neubrandenburg blieben von diesen Treffen auch einige Aufnahmen, welche zum Auftakt hier zu sehen sind. Mal sehen wie sich die Sache entwickelt.