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An der Feuchtsenke

Nach 30min vor Sonnenaufgang, Nebel, Morgenlicht und Singschwäne und Blässhühner, Gänse und Enten nun die nächsten Bilder aus der Feuchtsenke. Es ist April und das Leben ist entgültig in das Gebiet zurückgekehrt, auch wenn die mörgendlichen Bilder eher Ruhe ausstrahlen.

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Ein Morgen am See

Nach langer Zeit war ich mal wieder zum Sonnenaufgang am Tollensesee. Ich mag diesen speziellen Ort. Verhält man sich angemessen, ziehen Haubentaucher, Gänse und Enten an einem vorbei. Und das Licht der aufgehenden Sonne tut sein übriges die ersten Minuten des Tages zu verzaubern.

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Blässhühner, Gänse und Enten

Zum Sonnenaufgang bei Nebel und Windstille am Wasser. Mehr geht nicht!

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Warten auf Schnee

Vom 22.03. bis zum 24.03. finden in Waren an der Müritz die 20. Norddeutschen Naturfototage statt. Ich werde am Freitag den Vortrag „Warten auf Schnee – Winter in Mecklenburg-Vorpommern“ dort halten. In diesem Winter sind wir immer noch am Warten – wird wohl nichts mehr…

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Nebel, Morgenlicht und Singschwäne

Ein Lichtblick im Winter sind zweifelslos die Singschwäne, welche zwischen Elbe und Oder überwintern. Bald fliegen sie Richtung Skandinavien bzw. ins Baltikum und wir müssen uns wieder mit den einheimischen Höckerschwänen begnügen. Diese sind sicherlich majestätische Vögel, aber ehrlich, im direkten Vergleich zu Singschwänen wirken sie einfach nur plump.

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30min vor Sonnenaufgang

Die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang, wenn sich nur eine Vorahnung des Lichts im Wasser spiegelt, erwacht das Leben – Kraniche rufen, Gänse und Enten schnattern,  Schwäne wachen auf. Jedes Tier am See scheint den Anbruch des neuen Tages zu begrüßen und zu feiern. Ich sitze im Versteck, vergesse das ich friere und bin glücklich draußen zu sein.

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Lohnt sich der Aufwand?

Es hat etwas von Glückspiel, wenn wir traditionell zum Silversterfotografieren in den Anklamer Stadtbruch aufbrechen. Wie wird das Wetter? Sind Singschwäne da? Lohnt sich der Aufwand? Diesmal waren Singschwäne und Gänse da, ein kooperativer Bussard, der Rosenhagener Polder ist wieder voll Wasser und zumindest regnete es nicht. Ansonsten hüllte sich der Bruch größtenteils in schmucke Grautöne und wir sind auf dem Bahndamm am fühen Morgen erstmals einem Jogger begegnet. Krass! Ach ja, lohnt sich der Aufwand? JA!!!

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Warten auf Winter

Wenn die Kraniche Ende Oktober unsere Breiten verlassen haben, beginnt das Warten auf den Schnee. Die Tage sind kurz, das Licht fehlt und der Himmel wird meist von grauen Wolken verhüllt. Einziger Hoffnungsschimmer am Horizont bleibt der hoffentlich kommende Winter mit Schnee und Eis. Ich möchte das es damit jetzt endlich losgeht. Winter komm raus!

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Raben

Eine alte und zerlesene Ausgabe von 1969 des Schulzenhofer Kramkalender von Erwin Strittmatter ist seit frühester Jugend eines meiner beliebtesten Bücher. Als ich vor einigen Tagen Kolkraben am Rande des Feldes beobachtete und fotografierte, holte ich Zuhause das alte Buch hervor, um nach Eintragungen über Kolkraben zu suchen.

KORK, KORK, diesen Laut hatte ich vor Jahren im Hochgebirge gehörts, und es mußte der Schrei des Kolkraben sein. Raben bei uns, am Rande von Mecklenburg? Es war so, und es waren zwei Kolkraben wie in der Bibel, Kapitel Sintflutgeschichte, und sie flogen aufeinander zu, flogen untereinander und übereinander und liebten sich so selbstverständlich wie jenes Liebenspaar hinten in den Wiesen zwischen den Gansblumen.“ Erwin Strittmatter, Schulzenhofer Kramkalender, Die Kolkraben

Stutzig wurde ich beim Satz „Raben bei uns, am Rande von Mecklenburg?„. Eigentlich sind Strittmatters Naturbeobachtungen  vertrauenswürdig, also lieber noch mal in ein zwei Büchern nachgesehen und dort wurde ich fündig. Seit dem 17. Jahrhundert wurden in Deutschland Kolkraben nachweislich verfolgt. Ende des 19. Jahrhunderts war dann ein massiver Rückgang zu verzeichnen, zum einen durch Abschuss, zum anderen durch das Auslegen von Phosphor- und Strychnineiern. Um 1940 war das nördliche Mitteleuropa bis auf kleine Restpopulationen faktisch Kolkraben frei. Ab 1970 kam es dann jedoch langsam zu einer Wiederbesiedlung der alten Gebiete im Norden unserer Landes, ausgehend von den Mittel- und Hochgebirgen.

Der Kramkalender wurde 1966 veröffentlicht, passt also! Man lernt nie aus…

 

 

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Donaudelta & Dobrudscha / Juni 2015

Donaudelta & Dobrudscha

Angang Juni 2015 war ich für 8 Tage im Donaudelta. Nach unserer Ankunft in Bukarest wurden wir nach Tulcea gebracht. Während der Fahrt fuhren wir erst mal ca. 3h vorbei an riesigen Feldern auf denen sich die Monokulturen Getreide, Mais, Raps und Sonnenblumen abwechseln. Wem die Flächen gehören, zeigen hier und da Schilder u.a. mit den Aufschriften BASF und Bayer. Schöne neue Welt! Abwechslungsreicher wurde es dann allmählich, je näher wir dem Delta kamen. Als dann noch wie zur Begrüßung ein Wiedehopf neben dem Auto flog, konnte man fast an heile Welt denken … bis die Felder wieder begannen.

Am 2. und 3. Tag der Reise hieß es dann ab in die Dobrudscha. Dieses mehr als 20.000 km² große Gebiet gliedert sich in zwei Teile. Die Norddobrudscha, welche südlich des Donaudeltas liegt und zu den rumänischen Verwaltungsbezirken Constanţa und Tulcea gehört und die bulgarische Süddobrudscha. In der Nähe von Tulcea finden sich Grassteppen und viele Lösswände, also beste Voraussetzungen Blauracke, Bienenfresser und Ziesel anzutreffen. Und so war es dann auch.

 

Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in der Natur alles zusammenhängt.  Nimmt man z.B. Ziesel. Diese brauchen kurzes Gras, logisch bei 20 cm Gardemaß sieht man bei hohen Pflanzen nicht viel und verschwindet wahrscheinlich schnell im Magen von anderen Tieren. Hier kommen dann Schafe und Ziegen ins Spiel, denn die fressen Gras und halten es somit kurz. Gut für die Ziesel. Und von Ziesel profitiert wiederum der Isabellsteinschmätzer. Ein kleiner Vogel, welcher besonders gern in Zieselhöhlen brütet. Und das Schöne war, dass Ziesel und Isabellsteinschmätzer vor unserem Ansitz rumwuselten. Wenn dies jedoch eine Meute halbwilder Hunde macht, ist das nicht so lustig. Doch die Köter blieben lobenswerter Weise auf Abstand und zogen weiter.

Weissbart-Seeschwalben und Schwarzhalstaucher

An einem Tag stand der Besuch einer Weissbart-Seeschwalbenkolonie sowie eine kurze Stippvisite bei den Schwarzhalstauchern an. Es gibt Augenblicke, da wünscht man sich ein 500er… Beide Kolonien befanden sich auf dem Fortuna See mitten im Delta.

 

Massenschlupf der größten Eintagsfliege Europas

Wenn der richtige Wasserstand, die richtige Wassertrübung und die richtige Temperatur in den Monaten Mai / Juni aufeinander treffen, besteht die Möglichkeit, dass sich im Donaudelta der Massenschlupf der größten Eintagsfliege Europas, Palingenia longicauda, beobachten lässt. Wie auf Kommando verlassen gegen Abend Milliarden Larven das Wasser und hängen sich an alles, was ihnen in die Quere kommt – Boote, Äste, Blätter. Dann schlüpfen sie, zelebrieren ihren Hochzeitspflug, zeugen die nächste Generation Eintagsfliegen und landen zu guter Letzt tot in der Strömung der Donau. Dies passiert alles relativ schnell, so dass möglichst viele Eintagsfliegen Nachkommen zeugen können. Ich hatte den Eindruck, dass die Vögel erst am 3. und letzten Tag dieses Phänomens mitbekamen, dass die Luft voller fetter Insekten ist. Wer eine Insektenphobie sein eigen nennt, ist in solchen Momenten nicht am richtigen Platz, aber da ich keine habe, konnte ich staunen und ein wenig fotografieren.

 

 In den Sümpfen der Reiher

1979 erschien in der DDR das Foto-Buch “Im Donaudelta” von Klaus-Jürgen Hofer. Früher nicht zu haben, ist es heute für 1€ im Internet ersteigerbar. In diesem Buch gibt es ein Kapitel mit dem Namen “In den Sümpfen der Reiher” und da dieses Buch auch heute noch informativer ist als die meisten Reiseberichte im Netz zum Thema Donaudelta, habe ich mir den Titel dieses Kapitels daraus entliehen.

 

Das Donaudelta besteht zu 87% aus Sumpfland und bildet das weitreichendste Feuchtgebiet Europas. Mit etwa 1800 km² findet man hier auch das größte zusammenhängende Schilfgebiet. Kein Wunder, dass hier über 300 Vogelarten nachgewiesen werden konnten. Neben den Pelikanen sind es die allgegenwärtigen Reihervögel, welche charakteristisch für das Donaudelta sind. Rallenreiher erwiesen sich im Delta als die kooperativste Reiherart. Schwieriger war es da schon Nachtreiher, Seidenreiher, Dommeln  und Grau- bzw. Purpurreiher abzulichten. Vor Ort sind alle Arten, nur eben meist wesentlich unkooperativer als Rallenreiher.

Pelikane

 

Der Pelikan ist das allgegenwärtige Wappentier des Donaudeltas. Mich erinnern diese riesigen Vögel immer ein bisschen an Flugsaurier, besonders wenn sie am Himmel kreisen bzw. als Trupps in typischen Wellenbewegungen das Delta überfliegen. Wir bekamen fast täglich Rosapelikane zu Gesicht. Im Gegensatz dazu kreuzten die selteneren Krauskopfpelikane nur einmal unseren Weg. Im Allgemeinen verhalten sich die Rosapelikane Fotografen gegenüber sehr kooperativ, so dass man auch Zeit hat beim Fotografieren etwas herum zu experimentieren.

Rückblickend läßt sich einschätzen, die Zeit war zu kurz, man müßte nochmal hin…

Mein Lieblingsbild der ganzen Reise:

Lutz Seifert "Displayverrückte Naturfotografen"
Lutz Seifert „Displayverrückte Naturfotografen“