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Biebrza 2020 / Teil II – Elche

Der Plan war es eigentlich im Biebrza Nationalpark Fischotter on ice zu fotografieren. Normalerweise gelingt dies dort im Winter sehr gut. Schnee und Eis konzentrieren die Tiere auf wenige eisfreie Stellen von Biebrza und Narew und Fotografen haben leichtes Spiel. Naja, Otter und leichtes Spiel ist schon mal ein Widerspruch in sich und dann war da noch das Wetter…

Kaum aus Polen zurück, vermeldeten die Nachrichten, dass der Januar 2020 der wärmste Januar seit Wetteraufzeichnung war. Im Biebrza Nationalpark waren um die 5° C und zumeist graues Schmuddelwetter. Kein Eis, kein Schnee! Schlimmer noch war, dass auch das Wasser fehlte. Im Frühjahr 2017 waren die Wiesen und Auwälder entlang der Biebrza letzmalig großflächig überschwemmt. Diesmal war alles grün und der Fluß schlengelte sich weit unter Normal-Januar-Pegel durch die Landschaft. Der meist brauchteste Satz unserer polnischen Begleiter war dementsprechend „W przeciwnym razie jest co najmniej 1 metr więcej wody. Katastrofa!“ / „Hier ist sonst mindestens 1 Meter mehr Wasser. Katastrophe!“ – bereichert von landestypischen Flüchen, über die ich hier mal den Mantel des Schweigens hülle. Ich möchte mir garnicht ausmalen, was weitere Jahre ohne Frühjahrshochwasser für dieses Gebiet, welches zu einem der größten Sumpfgebiete Europas gehört, bedeuten könnten. Ehe ich in diesem Teil über die geplante Schnellstraße, den um sich greifenden Holzeinschlag und andere Ärgernisse noch ganz ins Schwarzmalen verfalle, wende ich mich schöneren Dingen zu – den Elchen.

Wenn ich diese Tiere sehe, fällt mir als erstes Caesars Beschreibung der Tiere in seiner Abhandlung „de bello gallico“ ein: „Daneben gibt es Tiere, die Elche genannt werden. Sie sehen ähnlich aus wie Ziegen und haben auch ein buntes Fell. Sie sind jedoch etwas größer als Ziegen, haben stumpfe Hörner und Beine ohne Gelenkknöchel. Sie legen sich zur Ruhe nicht nieder und können nicht wieder auf die Beine kommen oder sich wenigstens vom Boden erheben, wenn sie zufällig zu Fall kommen und stürzen. Sie benutzen daher Bäume als Ruhestätten; daran lehnen sie sich und können so, etwas zur Seite geneigt, ausruhen. Wenn Jäger aus ihren Spuren herausfinden, wohin sie sich gewöhnlich zur Ruhe zurückziehen, untergraben sie von den Wurzeln her alle Bäume an dieser Stelle oder schneiden sie nur so weit an, daß der Eindruck erhalten bleibt, als stünden die Bäume fest. Wenn sich die Tiere nach ihrer Gewohnheit daran lehnen, bringen sie mit ihrem Gewicht die ihres Halts beraubten Bäume zu Fall und stürzen zusammen mit ihnen um.“ Gesehen hat er Elche wohl nie mit eigenen Augen. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes bewegen sich Elche scheinbar leichtfüßig und geräuschlos durch den Wald, dass es eine Freude ist ihnen zuzusehen.

Das Eröffnungsbild zeigt eine Elchkuh mit GPS-Sender. Sie gehört zu insgesamt 70 Elchen (35 männliche + 35 weibliche), welche seit 2002 unter Aufsicht der Universität Warschau im Biebrza Nationalpark und an der weißrussischen Grenze besendert wurden. Bei der Auswertung der empfangenen Daten, stellte man unter anderem fest, wo Elche besonders häufig Straßen passieren und stattete diese Wechsel mit blauen Reflektoren, sogenannten Wolfsaugen aus, um die Zahl der Verkehrsopfer zu reduzieren. Man beobachtete weiterhin, wie viele Elche Wilderen zum Opfer fielen und wie viele im Durchschnitt in schneereichen Wintern verenden – immerhin 30%. Interessant war auch, daß die Meßungen ergaben das Elchkühe nicht kontinuierlich jedes Jahr Kälber gebären, sondern auch mal pausieren. Bestätigt wurde außerdem, dass die Biebrza-Elche standorttreu sind und sich vorrangig im Sumpfgebiet aufhalten. Dort überlebte die Population sogar den 2. Weltkrieg. Da die Sender eigentlich nach 10 Jahren abfallen sollten, ist dies entweder einer der letzten besenderten Elche oder die Sollbruchstelle des Sendehalsbands funktioniert nicht.

Abschließend läßt sich sagen, ohne kooperative Elche wäre die fotografische Ausbeute der Reise ziemlich dürftig geworden. Elche haben was gut bei mir.

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Dachse im Abendlicht

Eigentlich sind Dache nachtaktive Tiere, aber wenn die Getreidefelder abgeerntet  und die Nächte kurz sind, hat man eine Chance sie auch bei Lichte zu sehen. Das dies an einem Abend jedoch gleich zweimal gelingt, ist schon mehr als Glück.

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Warten auf Schnee

Vom 22.03. bis zum 24.03. finden in Waren an der Müritz die 20. Norddeutschen Naturfototage statt. Ich werde am Freitag den Vortrag „Warten auf Schnee – Winter in Mecklenburg-Vorpommern“ dort halten. In diesem Winter sind wir immer noch am Warten – wird wohl nichts mehr…

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Warten auf Winter

Wenn die Kraniche Ende Oktober unsere Breiten verlassen haben, beginnt das Warten auf den Schnee. Die Tage sind kurz, das Licht fehlt und der Himmel wird meist von grauen Wolken verhüllt. Einziger Hoffnungsschimmer am Horizont bleibt der hoffentlich kommende Winter mit Schnee und Eis. Ich möchte das es damit jetzt endlich losgeht. Winter komm raus!

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Nebel überm See

Kein Schatten oder Licht – Novembermorgen am Tollensesee!

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Nebelmorgen

Der See liegt still. Nur ein Adler und ich sind am Wasser. Mit der Sonne wallt der Nebel heran. Geräusche werden verschluckt, alles ist in Schweigen gehüllt, bis das Licht den Raum flutet.

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Novembermorgen

Bevor der November in seiner ganzen düsteren, nassen und lichtlosen Pracht zuschlägt, präsentiert er sich noch einmal von seiner netten Seite. Dort wo sich vor wenigen Wochen noch zehntausende Kraniche versammelten, sind nun die ersten Singschwäne aus dem Norden eingetroffen. Ein sicheres Zeichen, dass der Winter so langsam in unsere Gefilde einzieht. Während die Rufe der Kraniche den Herbst so lange wie möglich im Land zu hielten schienen, trompeten nun die Singschwäne die kalte Jahreszeit herbei.

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Nebel am Tollensesee

Es wird Herbst. Bei Sonnenaufgang Temperaturen kurz über Null, die Sonne geht nach 07:30 Uhr auf und Nebel! Sehr schön! So kann es bleiben – wenigstens ein bißchen…

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Irgendwo in Mecklenburg Vorpommern

Manchmal ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort und kann es gar nicht fassen. Die Natur ist voller Wunder und einzigartiger Begebenheiten! Immer wieder!

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Der Herbst beginnt!

Die Stare ziehen in großen Schwärmen übers Land. Kraniche verlassen ihre Brutreviere und sammeln sich, um später in Keilformationen weiter zu ziehen. Die Wiesen sind morgens mit Nebelschwaden überzogen. Der Herbst hält Einzug.

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Sonne und Nebel

In den letzten Wochen sank der Wasserstand in den gefluteten Poldern im Anklamer Stadtbruch dramatisch. Dies hatte zur Folge, dass sich im Bruch Graureiher, Silberreiher und Seeadler in großer Zahl ansammelten, um in den verbleibenden Wasserlöchern zu fischen. Dieser Umstand allein ist eigentlich schon bemerkenswert und ließ mich diesen Sommer öfter als sonst in den Bruch fahren. Wenn es dazu am Morgen noch Nebel gibt, befindet man sich quasi im fotografischen Schlaraffenland. Für ca. 30min war ich berauscht von den Farbspielen der aufgehenden Sonne im Nebel. Adler, Schwäne und Reiher verhielten sich äußerst kooperativ, so dass auch diese Tour alles andere als vergeblich war.

Mehr vom Anklamer Stadtbruch hier!